Im Rahmen eines Ortstermins am Sitz von RheinHunsrück Wasser in Dörth bei Emmelshausen überreichte Klimaschutzministerin Anne Spiegel einen Förderbescheid über rund 2,2 Millionen Euro als zinsloses Darlehn an den Verbandsvorsteher und Bürgermeister der VG Hunsrück-Mittelrhein, Peter Unkel.

Mit den Geldern unterstützt das Land das 2018 gestartete Großprojekt des RheinHunsrück Wasser Zweckverbandes zur Optimierung und langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet. Mit den geförderten Baumaßnahmen wurde bereits 2019 die rund 1,4 Kilometer lange Nebenleitung nach Waldesch fertiggestellt und im vergangenen Jahr eine zusätzliche Einspeisung für Rheinböllen realisiert. Aktuell wird die bestehende Wasserleitung von Koblenz-Rübenach nach Winningen durch zwei neue, parallel verlaufende Leitungen ersetzt. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen liegen bei knapp 7,2 Millionen Euro, wovon das Land drei Millionen Euro übernimmt.

Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser rund um die Uhr ist eine der wichtigsten Aufgaben der Daseinsvorsorge. Voraussetzung dafür ist ein bestmöglicher und vorsorgender Schutz unserer wichtigen Ressource Wasser, unserem Lebensmittel Nummer eins. Gerade im Hunsrück weiß man um die Problematik trockener Sommer, ist doch eine unsichere Wasserversorgung in den 60er Jahren Anlass für die Gründung des Zweckverbandes gewesen. Mittlerweile bietet dieser mit seinem überregionalen Verbundsystem, gespeist aus dem reichen, hochwertigen Grundwasserreservoir des Koblenzer Beckens, eine hohe Sicherheit für die Versorgung von mehr als 85.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kreisübergreifend in 145 Orten im Verbandsgebiet.

Ministerin Anne Spiegel betonte vor dem Hintergrund eines dramatischen Rückgangs von mehr als 25 Prozent bei der mittleren Grundwasserneubildung in den vergangenen 17 Jahren, dass der Klimawandel längst auch in Rheinland-Pfalz angekommen ist.

Verbandsvorsteher Peter Unkel dankte Ministerin Spiegel und dem zuständigen Referatsleiter Winfried Schreiber für die wichtige Förderung und skizzierte die anspruchsvollen Aufgaben des Zweckverbands mit seinen 69 Beschäftigten bei der Gewinnung, dem Transport, der Verteilung und der Qualitätssicherung des Trinkwassers.

Er machte deutlich, dass sich die steigenden Strompreise wegen der erforderlichen Pumpwerke erheblich auf die Wasserkosten für die Verbraucher auswirken und bat die Ministerin, dieser Entwicklung im Rahmen ihrer Zuständigkeiten entgegen zu wirken.